HINTER JEDEM WEIN LIEGT EIN ORT.

Georgien – Wein gehört hier mit an den Tisch

Georgischer Wein gehört zum gemeinsamen Essen. Saperavi zeigt die dunkle rote Seite, Rkatsiteli und andere weiße Reben reichen vom frischen Weißwein bis zum bernsteinfarbenen Wein mit spürbarem Griff.

Im eingegrabenen Qvevri wird vergoren, gereift und gelagert. Die Dauer des Schalenkontakts prägt Farbe und Gerbstoff. Daneben gibt es viele andere Ausbaumethoden.

Kachetien

Kachetien im Osten ist das wichtigste Weinbaugebiet. Die Becken von Alazani und Iori verbinden Talflächen mit höheren Lagen. Wärme, sommerliche Trockenheit und Wasserversorgung prägen die Reife.

Saperavi, Rkatsiteli, Kakhuri Mtsvane und Kisi führen durchs Gebiet. Lange Schalenkontakte geben weißen Weinen mehr Farbe und Gerbstoff; hell gekelterte Varianten wirken anders.

Zum Nachlesen: wine.gov.ge, wine.gov.ge, ich.unesco.org

Kartli

Am Mtkvari und seinen Nebenflüssen nutzen die Reben Hänge und Flussbecken. Höhe und unterschiedlich feuchte Standorte verändern die Reife.

Chinuri und Goruli Mtsvane sind wichtige weiße Sorten, Tavkveri und Shavkapito rote. Zur Region gehört auch Schaumwein: eine feinere Ergänzung zur kräftigen Seite Kachetiens.

Chinuri

Goruli Mtsvane

Tavkveri

Shavkapito

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Imeretien

Im westlichen Imeretien wird der Schwarzmeereinfluss deutlicher. Feuchtere tiefe Lagen gehen in trockenere höhere Standorte über.

Tsitska, Tsolikouri und Krakhuna führen zu den weißen Weinen. Traditionell bleibt oft weniger Trester beim Most als in Kachetien. Das kann einen leichteren Gerbstoffeindruck ergeben und erklärt einen Teil des Stilunterschieds.

Tsitska

Tsolikouri

Krakhuna

Otskhanuri Sapere

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Racha und Lechkhumi

Am Rioni stehen wenige Weinberge mit seltenen Sorten. Alexandrouli und Mujuretuli gehören zum roten Khvanchkara, Tsolikouri zum weißen Tvishi.

Bei Tvishi begünstigt das örtliche Klima Trauben mit hohem Zucker und erhaltener Säure. Der Wein wird mit natürlicher Restsüße bereitet. Sorte und Ausbau bleiben für den einzelnen Wein entscheidend.

Alexandrouli

Mujuretuli

Tsolikouri

Usakhelauri

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Samegrelo, Gurien und Adscharien

Nahe dem Schwarzen Meer sind Wärme und Feuchtigkeit eng verbunden. Die lange Vegetationszeit gibt spät reifenden Sorten Raum, verlangt aber Aufmerksamkeit für gesunde Trauben.

Samegrelo ist mit dem roten Ojaleshi verbunden, Gurien und Adscharien besonders mit Chkhaveri. In Samegrelo wuchsen Reben früher teils hoch an Bäumen; später setzte sich auch die Pflanzung in Reihen durch. Heute findet man Ojaleshi trocken und halbsüß – eine eigenständige Alternative zum vertrauteren Saperavi.

Ojaleshi

Chkhaveri

Tsolikouri

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Meschetien

Im südlichen Bergland liegen alte und wiederhergestellte Weinberge auf Terrassen. Die Höhe macht geeignete Ausrichtung und geschützte Standorte besonders wichtig.

Lokale Sorten wie Meskhuri Mtsvane und Chitiskvertskha werden dort wieder gepflegt. Die Mengen sind klein, doch gerade deshalb ist die Landschaft eine reizvolle Ergänzung zu den bekannten georgischen Weinregionen: ein Blick auf eine lebendige, wiederentdeckte Bergweintradition.

Meskhuri Mtsvane

Chitiskvertskha

Zum Nachlesen: wine.gov.ge, georgia.travel

Zum Einstieg nachgelesen: ich.unesco.org, georgia.travel

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