HINTER JEDEM WEIN LIEGT EIN ORT.

Rumänien – kühle Hochflächen, warme Hügel und eigene Sorten

Fetească Neagră, Fetească Albă und Fetească Regală: Schon diese drei Namen machen neugierig auf Rumänien. Dazu kommen aromatischer Tămâioasă Românească, Schaumwein aus kühleren Gebieten und rote Cuvées aus sonnenreichen Hängen.

Die Karpaten teilen die Landschaft in sehr verschiedene Reiferäume. Innerhalb des Gebirgsbogens bleibt mehr Kühle, nach Süden öffnen sich wärmere Hügel und im Osten wirken Donau und Schwarzes Meer. Die historischen Landschaften helfen beim Entdecken; ihre Grenzen entsprechen nicht überall exakt der technischen Weinbaugliederung.

Siebenbürgen und Târnave

Im Inneren des Karpatenbogens liegen die Weinberge Târnaves an Hängen und Flusstälern. Spätsommerliche Nebel, kühlere Nächte und eine lange Herbstreife helfen, Aroma und Säure zu bewahren.

Fetească Albă und Fetească Regală gehören zur weißen Identität, daneben stehen unter anderem Riesling, Sauvignon Blanc und Muscat Ottonel. Die frische Säure ist auch für Schaumweine interessant. Pinot Noir und Fetească Neagră ergänzen die Landschaft um eine feinere rote Seite.

Fetească Albă

Fetească Regală

Riesling

Sauvignon Blanc

Muscat Ottonel

Spätburgunder

Fetească Neagră

Zum Nachlesen: premiumwinesofromania.com, winesofromania.com

Muntenien und Dealu Mare

Am südlichen Karpatenrand sammeln die Hänge viel Sonne. Heiße Sommer und milde, trockene Herbstphasen geben roten Trauben Zeit, gut auszureifen. Tiefere Tone, Sand und kalkhaltige Bereiche verteilen Wasser und Wuchskraft unterschiedlich.

Fetească Neagră ist neben Cabernet Sauvignon und Merlot eine besonders lohnende Entdeckung. Viele Rotweine bringen Körper und reife Frucht mit. Dealu Mare ist damit ein guter Einstieg, wenn man einen kräftigeren rumänischen Wein zum Essen sucht.

Zum Nachlesen: premiumwinesofromania.com, premiumwinesofromania.com

Oltenien und Drăgășani

Entlang der Hügel am Olt wechseln warme, sonnenreiche Hänge mit kühleren Expositionen. Beim Gut Știrbey lässt sich das konkret verfolgen: Nach Osten gerichtete Parzellen erhalten Morgensonne und sind vor der stärksten Nachmittagshitze geschützt; tiefere Tone halten Wasser länger fest.

Crâmpoșie Selecționată, Tămâioasă Românească, Novac und Negru de Drăgășani führen durch die regionale Auswahl. Die verschiedenen Plätze werden dort bewusst für unterschiedliche Sorten genutzt. So kann Oltenien helle Frische genauso zeigen wie dunkle Frucht und Würze.

Crâmpoșie Selecționată

Tămâioasă Românească

Novac

Negru de Drăgășani

Zum Nachlesen: stirbey.com, horticulturejournal.usamv.ro

Moldauische Hügel in Rumänien

Die rumänische Landschaft Moldova ist von der benachbarten Republik Moldau zu unterscheiden. Weinbau verteilt sich hier über viele Hügel und Orte, darunter Cotnari, Iași und die großen Weinlandschaften im Süden bei Vrancea.

Bei Cotnari treffen stärkere kontinentale Einflüsse aus dem Osten auf gemäßigtere Bedingungen des Hochlands. Grasă de Cotnari, Frâncușă und Fetească Albă stehen für eine eigene weiße Tradition; Tămâioasă Românească und Busuioacă de Bohotin bringen aromatische Akzente. Der Blick auf den jeweiligen Ort ist in dieser großen Landschaft besonders hilfreich.

Grasă de Cotnari

Frâncușă

Fetească Albă

Tămâioasă Românească

Busuioacă de Bohotin

Zum Nachlesen: seminarcantemir.uaic.ro, cramelecotnari.ro, winesofromania.com

Dobrudscha, Donau und Schwarzes Meer

Zwischen der unteren Donau und dem Schwarzen Meer liegen offene Hochflächen, Hügel und Terrassen. Die Landschaft bekommt viel Sonne; Fluss und Meer mildern die Temperaturen in ihrem Einflussbereich. Wasserverfügbarkeit bleibt an trockenen Standorten wichtig.

Murfatlar und Sarica-Niculițel gehören zu den bekannten Namen. Chardonnay, Sauvignon Blanc und rote Sorten stehen neben regionalen Entdeckungen wie Băbească Neagră. Das warme Bild der Landschaft reicht dabei vom trockenen, fruchtigen Wein bis zu reiferen Stilen.

Zum Nachlesen: eur-lex.europa.eu, onvpv.ro, winesofromania.com

Banat und Recaș

Im Westen gehen tiefere Flächen in sanfte Hügel über. Lange warme Sommer und häufig freundliche Herbstphasen geben vielen Sorten Zeit zur Reife. Die Auswahl reicht deshalb von hellen, frischen Weinen bis zu gehaltvollen Rotweinen.

Bei Recaș wachsen unter anderem Fetească Regală, Fetească Albă, Sauvignon Blanc, Pinot Gris, Merlot und Fetească Neagră. Eine gute Region zum Einstieg, weil sich vertraute Sorten direkt mit rumänischen Nachbarn vergleichen lassen.

Fetească Regală

Fetească Albă

Sauvignon Blanc

Grauburgunder

Merlot

Fetească Neagră

Zum Nachlesen: winesofromania.com, winesofromania.com, rjas.ro

Crișana und Maramureș

Im Nordwesten liegen Weinberge zwischen Hügeln, Tälern und den westlichen Ausläufern der Berge. Bei Miniș-Măderat helfen warme, lange und trockene Herbste, rote Trauben gut auszureifen. Nach Norden und mit anderer Höhe verändert sich das Bild.

Cadarcă, dieselbe Sorte wie Kadarka, ist dort eine besondere Entdeckung; Mustoasă de Măderat zeigt die weiße regionale Seite. Dazu kommen internationale Sorten. So ergänzt der Nordwesten Rumäniens Weinauswahl um Namen, die auf vielen Weinkarten noch selten zu finden sind.

Kadarka

Mustoasă de Măderat

Cabernet Sauvignon

Zum Nachlesen: premiumwinesofromania.com, winesofromania.com

Zum Einstieg nachgelesen: winesofromania.com, onvpv.ro

Reben voller Charakter

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