HINTER JEDEM WEIN LIEGT EIN ORT.
Belgien: kleine Weinberge, feine weiße Weine und viel Lust auf Prickeln
Zwischen flämischen Hügeln und wallonischen Weinbergen wächst eine Weinwelt, die sich besonders über weiße Sorten und Schaumwein entdecken lässt. Chardonnay und Pinot Noir geben einen vertrauten Einstieg; Landschaft und Ausbau sorgen für die Unterschiede.
Hageland: sonnige Flanken aus rotem Stein
Rund um Leuven und Aarschot fallen die Hügel mit ihrem rötlichen Eisen-Sandstein auf. Ihre sonnigen Südhänge sind für den Weinbau wertvoll. Der Stein prägt auch die alten Häuser und Kirchen: Die Weinlandschaft lässt sich hier tatsächlich im Ortsbild wiederfinden.
Die südliche Ausrichtung verbessert die Besonnung. Einen bestimmten Geschmack allein aus dem roten Gestein abzuleiten, wäre dagegen zu einfach.
Zum Nachlesen: visitvlaamsbrabant.be, visitvlaamsbrabant.be
Haspengouw: Chardonnay auf den Hügeln Limburgs
Bei Genoels-Elderen stehen Chardonnay und Pinot Noir auf südlichen Hängen mit Lehm über kalkreichem Untergrund. Seit 1991 wurden dort neue Weinberge angelegt.
Die Arbeit im Keller öffnet verschiedene Richtungen: Stillwein aus dem Tank oder mit Holz und längerem Hefekontakt, dazu Schaumwein. So erklärt die Traube allein noch nicht, ob der Chardonnay schlank und frisch oder runder und cremiger wirkt.
Zum Nachlesen: belgischewijnbouwers.be, wijnkasteel.com
Wallonie: Schaumwein vom südlichen Hang
Bei Estinnes im Hennegau zeigt Ruffus eine wichtige wallonische Richtung: Chardonnay, Pinot Noir und Meunier werden zu Schaumwein mit zweiter Gärung in der Flasche verarbeitet.
Die Weinberge liegen auf einem nach Süden gerichteten Hang mit tonig-kalkhaltigen Böden. Längere Flaschenreife auf der Hefe kann dem Wein cremige und an Gebäck erinnernde Nuancen geben; sie stammen aus dem Ausbau, nicht unmittelbar aus der Kreide.
Zum Einstieg nachgelesen: dms.oost-vlaanderen.be
Reben voller Charakter
Entdecke die Rebsorten hinter den Landschaften und finde die passenden Weine für deinen Abend.
