REBEN VOLLER CHARAKTER

Furmint. Tokajs frische Seele.

Trocken und geradlinig oder golden und süß: Furmint kann beides. Seine lebendige Säure verbindet die unterschiedlichen Gesichter Tokajs.

Eine Rebe, zwei Einladungen.

Wer Furmint nur vom Süßwein kennt, hat noch einen schönen Abend vor sich. Royal Tokaji zeigt die Sorte auch trocken, etwa mit seinem Lagenwein vom Szent Tamás bei Mád. Reife Frucht trifft dort auf frische Säure und Struktur. Ein konkretes Beispiel dafür, wie viel Ausdruck in dieser weißen Rebe steckt.[1]

Warum die Lage mitredet.

Der Szent Tamás besitzt nach Südwesten gerichtete Hänge mit rotem Lehm und vulkanischem Gestein. Beim trockenen 2018er folgten auf die Ganztraubenpressung Gärung und Reife in Eichenfässern. Herkunft und Ausbau kommen hier zusammen; der Geschmack ist keine Eigenschaft des Gesteins allein.[1]

Wenn der Herbst Geduld verlangt.

Furmint reift spät. Für edelsüße Weine wird deshalb der Herbst besonders wichtig.[2]

Aus einzelnen Beeren wird ein großer Unterschied.

Beim reinsortigen Aszú von 2013 beschreibt Royal Tokaji neblige Morgen und warme, trocknende Winde als günstige Bedingungen für Edelfäule. Die ausgesuchten Aszú-Beeren lagen zwei Tage im gärenden Furmintmost. So entsteht ein völlig anderer Wein als die trockene Version: konzentrierte Frucht, Süße und eine Säure, die den langen Nachhall trägt.[3]

Etwas Gutes dazu.

Unser Vorschlag: trockenen Furmint zu gebratenem Fisch, Pilzrisotto oder Huhn aus dem Ofen probieren. Die süße Variante darf zu Blauschimmelkäse oder einem nicht zu süßen Aprikosendessert ins Glas. Wähle im Finder zuerst den Geschmack; derselbe Rebsortenname kann hier sehr unterschiedliche Wünsche erfüllen.

ZEIT FÜR EINEN GUTEN SCHLUCK

Dein Abend mit Furmint.

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Dein Geschmack. Dein Wein.

Grenze die Auswahl ein. Die Rebsorte bleibt fest vorgegeben.