REBEN VOLLER CHARAKTER

Bijou Noir. Eine japanische Entdeckung.

Dunkle Farbe, viel Gerbstoff und eher milde Säure: Bijou Noir wurde in Yamanashi gezüchtet. Ein Takahata-Wein zeigt, wie sie sich auch in Yamagata ausdrückt.

Ein Züchtungsziel wird zur Sorte

Die Obstbauversuchsstation von Yamanashi kreuzte Yamanashi 27 mit Malbec. In Yamanashi 27 stecken wiederum Koshu Sanshaku und Merlot. Bijou Noir vereint also mehr als zwei Namen in ihrer Herkunft. Die offizielle Benennung erfolgte 2006, die Registrierung als Sorte 2008. Ziel und Ergebnis waren eine früh reifende rote Weintraube mit guter Farbe.[1]

Warum früh reifen interessant ist

Am Züchtungsstandort reift Bijou Noir etwa eine Woche vor Merlot. Die Versuchsstation nennt hohe Zuckergehalte und vergleichsweise niedrige Säure. Auch in wärmeren Gebieten bleibt die Farbe kräftig, während die Rebe in kühleren Gebieten ausreifen kann. Die Weine werden als gerbstoffreich, dunkel und körperreich beschrieben.[1]

Ein Weinberg bekommt einen Namen

Takahata füllt einen sortenreinen Bijou Noir aus der Parzelle seines Vertragswinzers Shigeharu Wagatsuma in Yamagata ab. Für den Jahrgang 2021 dokumentiert das Gut lange Maischung und Fassreife. Die Beschreibung nennt Cassis, Pflaume, Himbeere und Gewürze, dazu kraftvolle Gerbstoffe und Konzentration. Das ist ein konkreter Wein aus der Sorte, kein festes Rezept für alle Bijou-Noir-Flaschen.[2]

Etwas Kräftiges zum Kennenlernen

Wir würden Bijou Noir zu geschmorten Pilzen oder einem langsam gegarten Fleischgericht probieren. Öffne die Flasche etwas vor dem Essen und koste zwischendurch. Wenn dir die Gerbstoffe zuerst sehr präsent erscheinen, lohnt der Vergleich mit einem Bissen dazu und etwas mehr Zeit im Glas.

ZEIT FÜR EINEN GUTEN SCHLUCK

Bijou Noir für deinen Abend.

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Dein Geschmack. Dein Wein.

Grenze die Auswahl ein. Die Rebsorte bleibt fest vorgegeben.