Feudo Antico Pecorino Tullum DOCG 2024
13,95 €
Grundpreis: 18,60 € / 1 l
Versand: 6,90 €
Anbieter: Vinolisa
Preisstand: 22.10.2026
Beschreibung
Salbei, Weißpfirsich und Statur: Pecorino aus den Abruzzen
Vor gut vierzig Jahren war Pecorino in den Abruzzen fast verschwunden. Die Erträge galten als zu mager, der Absatz war klein, viele Winzer rodeten die alten Stöcke. Die Sorte gibt kleine, dickschalige Beeren und wenig Most – lange ein Grund, sie auszureißen, heute der Grund für ihre Konzentration. Der Name geht auf die Schafe zurück, die auf ihren Wanderungen die Trauben von den Reben gefressen haben sollen – pecora heißt Schaf. Dass Feudo Antico die Sorte reinsortig in den Weinbergen rund um Tollo anbaut, gehört zu den erfreulicheren Wendungen der jüngeren italienischen Weingeschichte.
Tullum ist eine der kleinsten DOCG-Zonen Italiens, ein überschaubares Stück Hügelland unweit der Adria und eine der wenigen Spitzen-Appellationen der Region überhaupt. Gelesen wird spät, von Ende August bis in den September, wenn Reife und Frische zusammenfinden. Von Natur aus bringt Pecorino zwei Dinge mit: eine lebhafte Säure und einen aromatischen, leicht würzigen Ton. Beides bildet das Gerüst dieses Weins.
Vergoren wird er im temperaturkontrollierten Edelstahltank, der die frische Aromatik erhält. Danach reift er rund sechs Monate auf der Feinhefe – den feinen Hefeteilchen, die nach der Gärung zurückbleiben – und wandert ungefiltert auf die Flasche.
Im Glas ein zartes Strohgelb mit grünlichen Reflexen, hell und jung. Die Nase öffnet mit Zitrus und reifem Weißpfirsich, dahinter saftige Birne und tropisch die Mango. Über allem liegt Salbei, klar und eigen, umspielt von weißen Blüten und einem Anflug Lavendel. Im Hintergrund eine feine Mandelnote, die den Duft vertieft. Diese herbe Würze hebt den Wein aus dem breiten Feld der frischfruchtigen Weißweine heraus und verleiht ihm Kontur.
Am Gaumen kommt mehr Gewicht, als die helle Frucht vermuten lässt. Er ist vollmundig und breit angelegt, mit einer fast öligen Textur, die sich über die Zunge legt. Gehalten wird das Ganze von einer straffen Säure, die den Wein aufrecht und lebendig hält und die Fülle in Bewegung bringt. Der Abgang zieht sich lang, mit einem leicht balsamischen, harzigen Nachklang, in dem die Salbeinote noch einmal aufscheint. Das ist ein Wein mit Statur, der seine Spannung bis zum letzten Schluck behält.
Wer strukturierte, kräftige Weiße wie einen guten Fiano aus Kampanien schätzt, findet hier einen abruzzesischen Verwandten – ähnlich viel Körper, dazu ein eigener, grüner Ton. Trinken sollte man ihn jung, in seinen ersten drei, vier Jahren, solange die Frucht so präsent ist und die grüne Ader lebendig bleibt. Mit etwas Luft im Glas wird die Mandelnote deutlicher und die Textur runder – ein Wein, der sich beim Trinken öffnet.
Diese Mischung aus Fülle und Spannung macht ihn am Tisch vielseitig. Zu Fisch und Meeresfrüchten ist er ein naheliegender Partner – gegrillte Dorade, Linguine allo scoglio, eine Platte roher Gamberi. Sein Körper trägt aber auch Kräftigeres: Risotto mit Fenchel, gebratenes Hähnchen mit Zitrone, dazu junge Burrata oder Mozzarella, zu deren Milde das Herbe darin gut steht. Auch zu Fenchelsalat mit Orange und Oliven und zu einem Teller Vitello tonnato macht er eine gute Figur. Nur zu kalt sollte man ihn nicht einschenken, sonst treten Pfirsich und Kräuter hinter der Kühle zurück.
Die Abruzzen stehen vor allem für dichten Montepulciano-Rotwein. Dass von denselben Hügeln ein so vollmundiger, balsamisch nachhallender Weißwein kommt, ist der eigentliche Reiz dieser Flasche.
Zusätzliche Informationen
| Land | Italien |
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| Region | |
| Rebsorte | |
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| Lieferzeit laut Anbieter | 1-3 Werktage |
| Widerruf beim Anbieter | 14 Tage; die Kosten der Rücksendung trägst du. Es gelten die Bedingungen und Ausnahmen des Anbieters. |





