REBEN VOLLER CHARAKTER

Tinta Negra. Eine Insel, viele Möglichkeiten.

Trocken oder süß, frisch oder lange gereift: Tinta Negra trägt viele Gesichter des Madeira-Weins. Hinter dem unscheinbaren Namen steckt eine anpassungsfähige rote Traube.

Seit dem 18. Jahrhundert auf Madeira

Das Weininstitut Madeiras datiert die Einführung von Tinta Negra auf das 18. Jahrhundert. Heute wächst sie unter anderem bei Funchal und Câmara de Lobos im Süden sowie bei São Vicente im Norden. Die Rebe hat sich an unterschiedliche Bedingungen der Insel angepasst und kann die Grundlage sehr verschiedener Madeira-Stile sein.[1]

Die Namen haben sich verändert

Tinta Negra Mole ist eine ältere, auch im IVV-Jahrbuch aufgeführte Bezeichnung für Tinta Negra. Das heutige portugiesische Sortenprofil nennt außerdem Molar und Saborinho als Synonyme. Solche Namen helfen beim Wiedererkennen; sie erklären noch nicht, wie süß eine bestimmte Flasche schmeckt.[2][3]

Der Standort legt nicht alles fest

Tinta Negra reift früh und ist ertragreich. Nach dem portugiesischen Weininstitut beeinflussen Lage und Höhe, wie viel Zucker und Frische die Trauben mitbringen. Auf Madeira werden daraus trockene, halbtrockene, halbsüße und süße Weine. Darum lohnt sich bei dieser Sorte besonders der Blick auf die konkrete Stilbezeichnung.[3][1]

Erst den Stil aussuchen

Zu einer trockenen Flasche würden wir kleine herzhafte Bissen probieren, zu einem süßen Madeira vielleicht ein Stück Nusskuchen. Beides kann Tinta Negra sein. Schenk kleine Mengen ein und lass den Wein im Glas etwas wärmer werden, bevor du entscheidest, was am besten dazu passt.

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