REBEN VOLLER CHARAKTER

Malmsey. Madeiras süßer Malvasia-Stil.

Reich, weich und süß: Malmsey führt zu den Malvasia-Weinen Madeiras. Der Name bezeichnet einen Weinstil und keine einzelne Rebsorte.

Ein vertrauter Name mit mehreren Wurzeln.

Malmsey lässt sich nicht wie Riesling einer einzigen Rebe zuordnen. Auf Madeira stehen hinter Malvasia unterschiedliche Sorten. Die ältere Malvasia-Cândida und Malvasia-de-São-Jorge sollten deshalb auch in einer Geschichte über diesen süßen Stil auseinandergehalten werden.[1]

Zwei Seiten einer Insel.

Das Weininstitut IVBAM beschreibt Malvasia-Cândida vor allem an der Südküste in niedrigen Lagen. Malvasia-de-São-Jorge findet sich dagegen hauptsächlich an der Nordküste, etwas höher über dem Meer. Derselbe Malvasia-Schriftzug ist also kein Beleg dafür, dass alle Trauben aus derselben Lage oder von derselben Rebe stammen.[2]

Reich und weich im Glas.

Beide werden für süße Madeira-Weine verwendet. IVBAM zählt sie zu den reichhaltigsten und weichsten Stilen der Insel. Die einzelne Flasche bringt dann noch ihre Reife und die Handschrift des Erzeugers mit. Es lohnt sich, beim Stöbern auf beides zu achten und Malmsey nicht als einheitliches Geschmacksversprechen zu lesen.[2]

Für den letzten Teller des Abends.

Unser Vorschlag: zu einem kleinen Nussdessert, einem Stück dunkler Schokolade oder einfach zu ein paar gerösteten Mandeln. Lass dem Wein im Glas Zeit. Wenn du weniger Süße suchst, vergleiche die anderen Madeira-Stile; hier bist du bewusst bei der reichen, süßen Seite der Insel.

ZEIT FÜR EINEN GUTEN SCHLUCK

Dein Abend mit Malmsey.

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Dein Geschmack. Dein Wein.

Grenze die Auswahl ein. Die Rebsorte bleibt fest vorgegeben.