REBEN VOLLER CHARAKTER

Samtrot. Eine Burgunderspezialität mit weichem Klang.

Fruchtig und samtig: Der Name passt zu der Art, für die Samtrot in Württemberg geschätzt wird. Hinter ihm steckt eine besondere Geschichte innerhalb der Burgunderfamilie.

Gefunden statt gezielt gekreuzt.

1928 entdeckte und selektierte der Klonenzüchter Schneider Samtrot als Mutation des Schwarzrieslings. Seit 1958 ist er beim Bundessortenamt als Klon des Blauen Spätburgunders eingetragen. Die Merkmale reichten dort für eine klare Trennung auf Sortenebene nicht aus. Der regionale Name blieb dennoch erhalten und hat für Weinfreunde seinen eigenen Wiedererkennungswert.[1]

Kleine Unterschiede mit Wirkung.

Die Weinsberger Fachbeschreibung nennt einen geringeren Traubenansatz und eine größere Empfindlichkeit während der Blüte. Die Trauben fallen klein und dicht aus, der Ertrag bleibt eher geringer. Im Vergleich können höhere Mostgewichte erreicht werden. Eine Burgunderverwandtschaft heißt deshalb keineswegs, dass jeder Klon sich im Weinberg gleich verhält.[1]

Die samtigere Seite entdecken.

Die Weine werden als fruchtig und etwas samtiger als die Vergleichsweine des Spätburgunders beschrieben. Wer Samtrot probiert, kann genau diese sanfte Textur bewusst wahrnehmen. Die Bezeichnung ist eine regionale Spezialität innerhalb der Burgunderwelt und keine beliebig austauschbare Zusatzbezeichnung für jeden Spätburgunder.[1]

Zum Nachlesen

LVWO Weinsberg: Klonenzüchtung beim Blauen Spätburgunder – Samtrot, Abschnitt3.2

Recherchiert im Oktober 2026 · Wein, Sekt & Champagner

ZEIT FÜR EINEN GUTEN SCHLUCK

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